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Gesetzliche Grundlage

Verordnung KVG vom 4.7.2012

Mit der Verordnung vom 4. Juli 2012 über die Krankenversicherung hat der Bundesrat entschieden, dass die Krankenversicherer zertifizierte Datenannahmestellen einzurichten haben, welche die gleichen Standards erfüllen müssen wie die Vertrauensärzte der Versicherungen. 

Danach sind die Krankenversicherer verpflichtet,  Spitalrechnungen zu Lasten der obligatorischen Grundversicherung  datenschutzkonform über eine dafür zertifizierte Datenannahmestelle abzuwickeln.

Der Bundesrat legte die Modalitäten der Datenweitergabe fest, weil sich die Tarifpartner darüber nicht einigen konnten. Dabei stützt er sich auf die präzisierten Bestimmungen zur Rechnungsstellung, die das Parlament am 23. Dezember 2011 verabschiedete. Die Versicherer haben nun bis Ende 2013 Zeit, eine Datenannahmestelle einzurichten und sie zertifizieren zu lassen. Die Zertifizierung wird vom Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten überwacht, der die Liste der zertifizierten Datenannahmestellen veröffentlicht.

Sie finden den entsprechenden Gesetzestext beim Klick auf das Bild oer diesen Link als PDF verfügbar.

Empfehlung der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren zur Wirtschaftlichkeitsprüfung

Der Vorstand der GDK hat aktualisierte Empfehlungen zur Wirtschaftlichkeitsprüfung zu Handen der Kantone verabschiedet. Diese thematisieren Grundsätze der Wirtschaftlichkeitsprüfung im neuen System der Spitalfinanzierung, besonders zu beachtende Aspekte bei der Analyse der Kostendaten der Spitäler sowie den Prozess der Tarifbeurteilung resp. Tariffindung.

Das PDF lässt sich hier beziehen.

Liste der Variablen, welche der Datenannahmestellen übermittelt werden müssen

Gestützt auf den vom Bundesrat am 4. Juli 2012 verabschiedeten neuen Artiekl 59a Absatz 1 der Verordnung über die Krankenversicherung betreffend der Datenweitergabe bei der Rechnungsstelle wurde die im PDF definierten Variablen vom Eindegenössischen Departemen des Inneren (EDI) ausgearbeitet.

Verordnung des EDI über die Datensätze für die Datenweitergabe zwischen Leistungserbringern und Versicherern

Quelle:
http://www.admin.ch/ch/d/sr/c832_102_14.html

Verordnung des EDI
über die Datensätze für die Datenweitergabe zwischen
Leistungserbringern und Versicherern

vom 20. November 2012 (Stand am 1. Januar 2013)

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI),

gestützt auf Artikel 59a Absatz 1 der Verordnung vom 27. Juni 19951 über die Krankenversicherung (KVV),

verordnet:

Die Struktur der Datensätze nach Artikel 59a Absatz 1 KVV ist im Anhang festgelegt.

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2013 in Kraft.

 


Anhang

(Art. 1)

Gesamtschweizerisch einheitliche Struktur der Datensätze

1 Allgemeines

1.1 Abkürzungen und Definitionen

CHOP

Schweizerische Operationsklassifikation

GM

German Modification

Medizinische Statistik

Medizinische Statistik der Krankenhäuser nach Ziffer 62 des Anhangs der Verordnung vom 30. Juni 19931 über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes

ICD-10

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme

1.2 Medizinischer Datensatz

Bezeichnung gemäss der medizinischen Statistik

Variable der medizinischen Statistik

Inhalt

Geburtsgewicht

2.2.V04

in Gramm

Hauptdiagnose

4.2.V010

ICD-10-GM-Kode

Zusatz zu Hauptdiagnose

4.2.V020

ICD-10-GM-Kode

1. bis 49. Nebendiagnose

4.2.V030, 4.2.V040 usw. bis 4.2.V510

ICD-10-GM-Kode

Hauptbehandlung

4.3.V010

CHOP-Code

Seitigkeit der Hauptbehandlung

4.3.V011

0 = beidseitig

1 = einseitig rechts

2 = einseitig links

3 = einseitig unbekannt

9 = unbekannt

leer = Frage stellt sich nicht

Beginn der Hauptbehandlung

4.3.V015

Datum (mit Angabe der Stunde)

1. bis 99. Nebenbehandlung

4.3.V020, 4.3.V030 usw. bis 4.3.V1000

CHOP-Code

1. bis 99. Nebenbehandlung Seitigkeit

4.3.V021, 4.3.V031 usw. bis 4.3.V1001

0 = beidseitig

1 = einseitig rechts

2 = einseitig links

3 = einseitig unbekannt

9 = unbekannt

leer = Frage stellt sich nicht

1. bis 99. Nebenbehandlung, Beginn

4.3.V025, 4.3.V035 usw. bis 4.3.V1005

Datum (mit Angabe der Stunde)

Dauer der künstlichen Beatmung

4.4.V01

Anzahl Stunden

Aufnahmegewicht

4.5.V01

in Gramm

Abklärung Garant

2.2.V06

0 = nein

1 = ja

9 = unbekannt

1.3 Administrativer Datensatz

Bezeichnung gemäss der medizinischen Statistik

Variable der medizinischen Statistik

Beschreibung

Geschlecht

1.1.V01

1 = Mann

2 = Frau

Geburtsdatum

1.1.V02

Datumsangabe

Alter bei Eintritt

1.1.V03

Exaktes Alter

Eintrittsdatum und -stunde

1.2.V01

Aufenthaltsort vor dem Eintritt

1.2.V02

1 = zuhause

2 = zuhause mit Spitex-Versorgung

3 = Krankenheim, Pflegeheim

4 = Altersheim, andere sozial-       medizinische Institution

5 = psychiatrische Klinik

6 = anderes Krankenhaus       (Akutspital) oder Geburtshaus

8 = andere

9 = unbekannt

Eintrittsart

1.2.V03

1 = Notfall (Behandlung innerhalb       von 12 Stunden unabdingbar)

2 = angemeldet, geplant

3 = Geburt (Kind in dieser Klinik       geboren)

4 = interner Übertritt

5 = Verlegung innerhalb 24 Std.

8 = andere

9 = unbekannt

Administrativer Urlaub und Ferien

1.3.V04

vollendete Stunden

Austrittsdatum und -Stunde

1.5.V01

Entscheid für Austritt

1.5.V02

1 = auf Initiative der behandelnden       Person

2 = auf Initiative des Patienten/       der Patientin (gegen Ansicht       der behandelnden Person)

3 = auf Initiative einer Drittperson

4 = interner Übertritt

5 = gestorben

8 = anderes

9 = unbekannt

Aufenthalt nach Austritt

1.5.V03

1 = zuhause

2 = Krankenheim, Pflegeheim

3 = Altersheim, andere sozial-       medizinische Institution

4 = psychiatrische Klinik

5 = Rehabilitationsklinik

6 = anderes Krankenhaus       (Akutspital) oder Geburtshaus

8 = andere

9 = unbekannt

0 = Todesfall

1. Zwischenaustritt

4.7.V01

Datum (ohne Stunde)

1. Wiedereintritt

4.7.V02

Datum (ohne Stunde)

2. bis 4. Zwischenaustritt

4.7.V11, 4.7.V21 bzw. 4.7.V31

Datum (ohne Stunde)

2. bis 4. Wiedereintritt

4.7.V12, 4.7.V22 bzw. 4.7.V32

Datum (ohne Stunde)

Weitere Wiedereintritte

4.7.V41

0 = (default) nicht mehr als 5 Auf-       enthalte bzw. 4. Wiedereintritte

1 = mehr als 5 Aufenthalte bzw.       4. Wiedereintritte

Einweisende Instanz

1.2.V04

1 = selbst, Angehörige

2 = Rettungsdienst (Ambulanz,       Polizei)

3 = Arzt

4 = nichtmedizinische/r Therapeut/in

8 = andere

9 = unbekannt

Behandlungsart

1.3.V01

1 = ambulant

3 = stationär

9 = unbekannt

Klasse

1.3.V02

1 = allgemein

2 = halbprivat

3 = privat

9 = unbekannt

Geburtsdatum der Mutter

2.3.V01

Datumsangabe (Jahr und Monat)

SwissDRG - Liste der zertifizierten Datenannahmestellen

Für die Entgegennahme der Rechnungen des Typus DRG benötigen die Krankenversicherer seit dem 1. Januar 2013 eine nach Datenschutzgesetz zertifizierte Datenannahmestelle (Artikel 59a KVV). Verfügt der Versicherer über keine solche Annahmestelle, so dürfen die Rechnungen des Typus DRG nur seinem Vertrauensarzt zugestellt werden. Ab dem 1. Januar 2014 müssen alle Krankenversicherer zwingend über eine Datenannahmestelle verfügen. Die Übermittlung an den Vertrauensarzt ist ab diesem Termin nicht mehr zulässig.

Unter dem unten stehenden Link findet sich die Liste der aktuell zertifizierten Datenannahmestellen der Krankenversicherer. Die Liste wird gepflegt vom Datenschutzbeauftragten des Bundes.

Die Zertifizierung ist jeweils für 3 Jahre gültig.

Hier gehts zur aktuellen Liste