Sie befinden sich hier

Inhalt

Was müssen Sie wissen?

Grundlage:

Seit dem 1. Januar 2012 ist die neue Spitalfinanzierung in Kraft. Sie beruht auf dem revidierten Krankenversicherungsgesetz KVG, welches von den Eidgenössischen Räten im Dezember 2007 verabschiedet wurde. Diese Gesetzesänderung führt zu grundlegenden Veränderungen im Gesundheitswesen der Schweiz. Ein zentrales Element sind die neuen Bestimmungen für die Vergütung von stationären Spitalbehandlungen. Erstmals werden diese schweizweit einheitlich geregelt. Damit soll mehr Transparenz bezüglich der Behandlungskosten in den Schweizer Spitälern geschaffen werden. Gleichzeitig sollen Patientinnen und Patienten mehr Freiheit bei der Wahl eines Spitals ihres Vertrauens über die Kantonsgrenzen hinweg erhalten.

Wie funktioniert das?

Für die Spitäler gilt ein neues Abrechnungssystem für die Fakturierung ihrer Leistungen. Seit anfangs Jahr werden stationäre akutsomatische1 Spitalleistungen auf der Basis von Fallpauschalen abgerechnet. Dabei wird jeder Spitalaufenthalt anhand von bestimmten Kriterien wie Hauptdiagnose, Nebendiagnosen, Behandlungen und Schweregrad einer Fallgruppe zugeordnet und pauschal vergütet. Davon abgeleitet wird das neue Tarifsystem „Swiss Diagnosis Related Groups“ (SwissDRG) genannt. Die Behandlungskosten sind so direkt von den effektiven medizinischen Leistungen abhängig und nicht wie bisher von der Verweildauer im Spital.

Weitere Infos zum DRG System gibt es hier.

Was ändert sich denn konkret für mich?

Die wohl wichtigste "theoretische" Änderung ist, dass mit der neuen Spitalfinanzierung auch eine freie Spitalwahl angestrebt wurde. Das heisst, dass sicher jede Patientin/Patient in der ganzen Schweiz behandeln lassen darf. Allerdings gibt es dazu mehrere Punkte zu beachten. Weiteres erfahren Sie unter dem Punkt "Freie Spitalwahl".